Zerstörungsfreie Türöffnung zuerst — Aufbohren bleibt das letzte Mittel 0176 4287 6015

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Glossar Schloss und Schlüssel — Schlüsseldienst Frankfurt am Main

Wer am Telefon „das Schloss ist kaputt“ sagt, meint fast immer den Zylinder. Dieses Glossar erklärt die wichtigsten Begriffe an Schloss und Schlüssel in normalem Deutsch.

Sortiert ist alles nach fünf Gruppen: Zylinder, Schloss, Schlüssel, Anlage und Sicherung. Wenn Sie stattdessen wissen möchten, wer bei Ihnen vor der Tür steht, hilft der Schlüsseldienst für Frankfurt und seine Stadtteile auf der Startseite weiter.

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Die Begriffe, sortiert nach dem Bauteil

Zylinder

Profilzylinder
Der austauschbare Kern mit dem Schlüsselloch, meist als Doppelzylinder von beiden Seiten schließbar. Seine Außenkontur ist genormt, deshalb passt ein neuer Kern in das vorhandene Schloss.
Zylinderlänge
Sie wird ab der Stulpschraube getrennt nach innen und nach außen gemessen. Steht der Zylinder außen zu weit vor, lässt er sich mit Werkzeug leichter abbrechen oder herausziehen.
Schließbart
Der kleine Mitnehmer, der unten aus dem Zylinder herausragt und Riegel oder Falle bewegt. Steht er nicht bündig im Gehäuse, lässt sich der Zylinder gar nicht erst herausziehen.
Knaufzylinder
Innen sitzt ein Drehknauf statt eines zweiten Schlüssellochs. Das erleichtert das Abschließen von innen, verlangt aber, dass der Außenschlüssel wirklich immer greifbar ist.
Halbzylinder
Nur eine Seite nimmt einen Schlüssel auf. Üblich an Technikräumen, Zählerschränken und Hoftüren, wo von innen niemand aufschließen muss.
Not- und Gefahrenfunktion
Ein Zylinder mit dieser Eigenschaft lässt sich von außen schließen, obwohl innen ein Schlüssel steckt. In Wohnungen mit mehreren Bewohnern erspart das viele unnötige Öffnungen.

Schloss

Einsteckschloss
Der flache Metallkasten im Türblatt, in dem Falle und Riegel arbeiten. Beim üblichen Zylindertausch bleibt er unberührt und hält in der Regel deutlich länger als der Zylinder.
Falle
Die schräge, gefederte Zunge, die beim Zuziehen von selbst einrastet. Sie hält die Tür geschlossen, verriegelt sie aber nicht. Ein Windstoß im Treppenhaus genügt, damit sie einschnappt.
Riegel
Der gerade Bolzen, den Sie mit dem Schlüssel ausfahren. Erst er schließt die Tür wirklich ab, bei vielen Schlössern über zwei Umdrehungen.
Stulp und Stulpschraube
Der Stulp ist das schmale Blech an der Türkante. Die einzelne Schraube darin hält den Zylinder fest und wird zum Wechseln gelöst.
Dornmaß
Der Abstand von der Stulpkante bis zur Mitte des Schlüssellochs. Stimmt er nicht, sitzt ein Ersatzschloss schief und die Tür schließt nicht mehr sauber.
Mehrfachverriegelung
Haustüren verriegeln häufig an mehreren Punkten gleichzeitig, oben, unten und in der Mitte. Das hält Hebelversuchen besser stand, macht eine Öffnung aber deutlich aufwendiger, sobald wirklich abgeschlossen wurde.

Schlüssel

Profilschlüssel
Der gezackte Schlüssel für Profilzylinder. Seine Einschnitte bringen die federnden Stifte im Zylinder auf eine Linie, erst dann dreht sich der Kern überhaupt.
Wendeschlüssel
Beide Seiten sind gleich gearbeitet, er lässt sich also in jeder Lage einstecken. Profile dieser Bauart sind häufig kopiergeschützt.
Buntbartschlüssel
Der große, ausgesägte Zimmerschlüssel. In Altbau-Zimmertüren steckt er oft noch, gegen einen ernsthaften Zugriff schützt er nicht.
Sicherungskarte
Die Karte, mit der Sie einen geschützten Schlüssel überhaupt nachfertigen lassen dürfen. Sie ist Ihr Nachweis der Berechtigung, ohne sie fertigt kein seriöser Betrieb eine Kopie. Bewahren Sie die Karte getrennt vom Schlüsselbund auf.
Kopierschutz
Ein geschütztes Profil ist bewusst nicht frei nachzumachen. Der Hersteller liefert Ersatz nur gegen Sicherungskarte und Ausweis, häufig mit Lieferzeit.
Schlüsselrest
Das Stück, das im Zylinder bleibt, wenn ein Schlüssel bricht. Es sitzt meist tief im Schließkanal und lässt sich mit Hausmitteln nicht fassen.

Anlage

Schließanlage
Mehrere Zylinder, die nach einem festen Plan zusammenarbeiten. Wer welchen Schlüssel bekommt, wird vorher entschieden und nicht nachträglich zusammengesteckt.
Gleichschließung
Alle beteiligten Zylinder sind identisch geschlossen, ein Schlüssel öffnet also Wohnungstür, Keller und Briefkasten. Einfach, aber ohne jede Abstufung der Berechtigungen.
Zentralschließanlage
Jede Partei hat ihren eigenen Wohnungsschlüssel, der zusätzlich die gemeinsam genutzten Türen öffnet: Haustür, Keller, Müllraum, Fahrradraum.
Hauptschlüsselanlage
Gestufte Berechtigungen. Der Generalhauptschlüssel öffnet alles, Untergruppen öffnen nur ihren Bereich. In Verwaltungen und Betrieben ist das die übliche Form.
Schließplan
Das Dokument, das festhält, welcher Schlüssel welche Tür öffnet. Es ist die Anlage auf Papier und entscheidet später über jede Erweiterung. Ist er verlegt, wird jede Ergänzung mühsam.
Mechatronische Anlage
Hier tragen Karten oder Schlüsselanhänger programmierbare Berechtigungen. Ein verlorenes Stück wird gesperrt, statt die halbe Anlage neu zu beschaffen.

Sicherung

Panzerriegel
Ein Querriegel über die gesamte Türinnenseite, der in beide Rahmenseiten greift. Er verteilt die Kraft eines Hebelversuchs über die volle Türbreite, statt sie auf ein einzelnes Schließblech zu bündeln.
Schutzbeschlag
Das Beschlagteil, das den Zylinder von außen abdeckt und ihn dem Zugriff mit der Zange entzieht. Es ersetzt keinen guten Zylinder, sondern ergänzt ihn.
Bohrschutz
Gehärtete Einsätze im Zylinder, an denen ein Bohrer abrutscht. Der geläufige Ausdruck „Aufbohrschutz“ meint genau dasselbe.
Ziehschutz
Er verhindert, dass der Zylinderkern mit einer eingedrehten Schraube herausgerissen wird. Bohrschutz und Ziehschutz wehren zwei verschiedene Angriffe ab, keiner ersetzt den anderen.
Sicherheitsschließblech
Das verstärkte Blech im Rahmen, in das der Riegel greift. Ohne es reißt der beste Riegel beim Hebelversuch einfach aus dem Holz.
RC-Klasse
Die Widerstandsklasse nach DIN EN 1627, von RC 1 bis RC 6. Sie gilt stets für das komplett geprüfte Bauteil aus Türblatt, Rahmen, Beschlag und Schloss.

Zylinder oder Schloss: der häufigste Irrtum am Telefon

Fast jedes Gespräch beginnt mit dem Satz, das Schloss sei defekt. Gemeint ist fast immer der Zylinder. Der Unterschied entscheidet darüber, welches Bauteil überhaupt angefasst werden muss.

Edelstahl-Türdrücker mit ovalem Schild an einer hellen Holztür

Der Schließzylinder — das Teil mit dem Schlüsselloch

Der Zylinder ist der Kern, der im Türblatt steckt und den Schlüssel aufnimmt. Er lässt sich einzeln entnehmen: Stulpschraube lösen, Schlüssel ein Stück drehen, bis der Schließbart bündig steht, Zylinder seitlich herausziehen. Verschleiß, Schlüsselverlust und ein abgebrochener Schlüssel betreffen ihn und sonst nichts.

Deshalb ist der Zylindertausch der Normalfall und nicht die Ausnahme. Der neue Kern muss in der Länge passen, danach wird die Schließfunktion mit allen Schlüsseln geprüft. Was zu tun ist, wenn der Zylinder schwergängig wird, steht auf einer eigenen Seite.

Das Einsteckschloss — der Kasten im Türblatt

Das Einsteckschloss ist der Metallkasten, in dem Falle und Riegel laufen. Es wird nur getauscht, wenn wirklich die Mechanik hakt: gebrochene Feder, verbogener Riegel, ausgeschlagene Drückernuss. Dann müssen Dornmaß, Entfernung und Vierkant des Ersatzteils genau stimmen.

Für Sie heißt das: Ein verlorener oder abgebrochener Schlüssel ist ein Zylinderthema. Eine Tür, die sich nur noch mit Kraft schließen lässt, kann ein Schlossthema sein — oder schlicht eine Tür, die sich im Rahmen verzogen hat. In Frankfurter Gründerzeithäusern kommt das regelmäßig vor: Ein massives Holzportal arbeitet mit Feuchtigkeit und Jahreszeit, und dann klemmt nicht die Mechanik, sondern das Türblatt im Falz.

Begriffe, die regelmäßig verwechselt werden

Diese Wortpaare klingen ähnlich und bedeuten etwas völlig Verschiedenes. Wer sie auseinanderhält, beschreibt seine Tür am Telefon in einem einzigen Satz richtig.

Edelstahl-Türdrücker auf Langschild an einer grauen Tür in Nahaufnahme
  • Zugefallen oder abgeschlossen

    Zugefallen hält allein die Falle, abgeschlossen hält der Riegel. Das ist der größte Aufwandsunterschied überhaupt: zugefallen ist nicht abgeschlossen.

  • Einbruchhemmend oder einbruchsicher

    Geprüfte Bauteile heißen einbruchhemmend, sie halten einen Angriff nachweislich auf. „Einbruchsicher“ ist kein Fachbegriff, sondern ein Werbewort.

  • Sicherungskarte oder Garantieschein

    Die Sicherungskarte berechtigt zur Nachfertigung eines geschützten Schlüssels. Mit Garantie oder Gewährleistung hat sie nichts zu tun.

  • RC-Klasse oder Schloss

    Eine RC-Klasse beschreibt immer die komplette Tür samt Rahmen und Beschlag. Ein einzelnes Schloss trägt niemals allein eine RC-Klasse.

  • Generalschlüssel oder Zweitschlüssel

    Ein Zweitschlüssel ist eine Kopie für dieselbe Tür. Ein Generalhauptschlüssel öffnet planmäßig ganze Bereiche eines Hauses.

  • Bohrschutz oder Ziehschutz

    Der eine hält den Bohrer auf, der andere die Zange. Ein Zylinder ohne beides ist an einer Haustür schlecht aufgehoben.

Welche Seite zu welcher Begriffsgruppe gehört

Begriffe helfen erst, wenn klar ist, wo sie im Alltag auftauchen. Jede der fünf Gruppen führt zu einer Seite, auf der der zugehörige Fall ausführlich beschrieben ist.

Zylinder

Verlust, Verschleiß, Trennung oder Mieterwechsel enden fast immer beim Kern, nicht beim Kasten. Zylinder wechseln statt Schloss tauschen

Schloss

Ob nur die Falle oder auch der Riegel hält, bestimmt den ganzen Ablauf an der Tür. Falle, Riegel und die Türöffnung

Schlüssel

Bricht ein Schlüssel, muss der Rest heraus, bevor irgendetwas anderes geschieht. Schlüsselbruch im Schließkanal

Anlage

Mehrere Türen, mehrere Nutzer, abgestufte Rechte: Das gehört vor der Montage auf Papier geklärt. Gleichschließung, Zentral- und Hauptschlüsselanlage

Sicherung

Panzerriegel, Bandseitensicherung und verstärktes Schließblech wirken dort, wo Türen tatsächlich nachgeben. Panzerriegel, Schutzbeschlag und Schließblech in der Praxis

Alle Gruppen im Überblick

Sie kennen den Begriff, aber nicht die Arbeit, die dahintersteckt. Vom Begriff zur passenden Leistung

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Wenn ein Begriff trotzdem unklar bleibt

Kein Glossar ersetzt den Blick auf die eigene Tür. Sagen Sie am Telefon einfach, was Sie sehen: ob der Schlüssel noch steckt, ob Sie abgeschlossen haben, ob sich überhaupt noch etwas drehen lässt. Den Rest ordnen wir ein. Wenn ein Begriff unklar ist, rufen Sie kurz durch.

Was eine Arbeit kostet, hängt am Aufwand und nicht am Fachwort: an der Tür, am verbauten Zylinder und daran, ob nur die Falle oder auch der Riegel hält. Warum kein Begriff hier einen Preis trägt, erklärt die Kostenseite. Die kostenlose & unverbindliche telefonische Beratung klärt beides, bevor jemand losfährt.

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Wenn die Tür gerade zu ist

Vor einer verschlossenen Frankfurter Haustür hilft kein Fachwort. Dafür gibt es den Notdienst, wenn der Begriff gerade zweitrangig ist.

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